Gedanken


CustomgarmentGewinner-300x175 in Als Leser wird man sich vielleicht nicht mehr erinnern können. Im Mai 2010 hatte ich wiederholt an einer Aktion teilgenommen, wo ich mit ein kleinen bisschen Werbung für einen T-Shirt Shop im Internet ein T-Shirt kostenlos bekommen würde.

Ich schrieb also meinen Werbetext und stellte darin mein Wunsch-T-Shirt vor. Den dazu gehörigen Bericht könnt ihr HIER nachlesen.

Der Grund weswegen ich heute den Bericht schreibe, kann man sich sicherlich vorstellen. Nicht weil ich das T-Shirt bekommen habe… nein, ich habe tatsächlich bis HEUTE kein einziges T-Shirt bekommen und auch auf Rückfragen gibt es keine Antwort oder Rückmeldung!

Und in diesem Fall bin ich nicht der Einzige! Tatsächlich haben bis heute dutzende Blogger und Webseitenbetreiber, welche an der Aktion teilgenommen haben, kein T-Shirt bekommen.

Im Nachhinein gab es schon nach wenigen Wochen große Aufregung, da sich einige Teilnehmer betrogen fühlten. Grund war hier eine etwas umständliche Sprachregelung der Shopbesitzer, welche aus garantierten Einsendern und damit T-Shirt Gewinnern, plötzlich einfache per Losverfahren ausgewählte Gewinner machte.

Für mich war das jetzt noch kein Grund auf die Barikaden zu gehen. Immerhin ist es doch die Entscheidung des Veranstalters der ganzen Aktion, wie und auf welcher Art die “Gewinner” ermittelt werden.

Als ich dann auch unter den 200 ausgelosten und ausgewählten Bloggern gehörte, war mein Gewissen eh besänftigt und ich wartete gespannt auf die groß angekündigte Gewinnbenachrichtigung per Mail.

Als nach einigen Tagen immer noch keine Meldung kam, wendete ich mich an den Support der Shopbetreiber. Gleichzeitig informierte ich mich über den Twitteraccount über den aktuellen Stand.

Nach einer Weile meldete man sich endlich und verkündete das die T-Shirts demnächst versendet werden bzw. einige T-Shirts schon versendet wurden.

Nach drei Wochen war jedoch immer noch kein T-Shirt angekommen und ich wendete mich erneut an den Support. Dabei stellte sich aber gleichzeitig über den Twitteraccount des Shops heraus, das es Probleme gab. Tatsächlich regte sich immer mehr Widerstand gegen die Shopbetreiber und etliche Blogger nahmen die Werbung wieder aus ihren Blogs.

Eines Tages plötzlich, verkündeten die Shopbetreiber das das Versenden der T-Shirt bis auf weiteres eingestellt wird, weil es wohl plötzlich Ärger wegen Urheberrechtsansprüchen gab. Das Kommentar war hierzu ganz läppisch:

Es ist schon traurig, das es hier Leute gibt, die wegen eines nicht gewonnenen Shirts eine gesamte Existenz gefährden…

7. Juni 2010

Ich reagierte spontan und kontaktierte den Shop nochmals über Twitter und per Kontaktformular auf den Seiten der Shopbetreiber.

Nochmals wies ich darauf hin, das ich kein T-Shirt bekommen habe, trotz alle dem ich ganz eindeutig zu den Gewinnern gehöre. Bis heute blieb diese Mail unbeantwortet….

Nun frage ich mich, ob das eine Art ist… ist es eine Art das man einfach nicht auf Supportfragen antwortet?!

Was passiert wenn dort nun wirklich einer ein T-Shirt kaufen will, was gar nicht mal so abwägig wäre, weil es tatsächlich T-Shirts gibt, welches gut gelungen sind?!

Ich will jetzt nicht anklagen oder sonst was… nein, hier geht es mir darum, dass die Shopbetreiber von CustomGarment.de endlich einsehen das es keinen Sinn hat sich vor den “augenscheinlichen” Gewinnern zu verstecken und einfach gar nicht mehr zu reagieren. Das wirft nicht nur ein schlechtes Bild auf die Firma von Seiten der Blogger, sondern auch unbeteiligte wie Kunden werden durch solche Aktionen abgeschreckt.

Anders als andere Blogger habe ich keine Links oder gar den gesamten Beitrag aus dem Web genommen.

Bis heute noch steht der Beitrag so wie er von mir geschrieben wurde, unverändert auf meinem Blog.

Es ist der Beweis, dass man sich auf meine Abmachungen halten kann und das ich mich an diese Absprachen halte.

Von CustomGarment.de kann ich das zum jetzigen Zeitpunkt leider NICHT behaupten!

Link mit den Gewinnern: http://www.customgarment.de/content/Shirt-vs-Link-Gewinnerliste.html

Tweet

… was muss sich Frau Müller-Hohenstein dabei gedacht haben, als sie die Worte “innerer Reichsparteitag” in Verbindung mit dem polnisch stämmigen Klose verband?!

Wahrscheinlich im Ersten Moment nichts böses und es war wohl eher die Entgleisung im Emotionalen Moment. Dennoch… das Gesagte wurde in Millionen Haushalte und in diverse Publicviewingplätze übertragen. Millionen von Fernsehzuschauer waren live dabei, als diese Worte fielen.

Dementsprechend ist auch die Welle der Entrüstung entsprechend hoch. Gerade bei Twitter brach ein sogenannter Shitstorm los.  Hier wurde diese Floskel sofort breit getreten und heftig kritisiert. ZURECHT.

Egal ob grenzenlose Freude oder Euphorie… solche Worte haben in demokratischen Ländern nichts zu suchen. Die sprachliche Schulung der Moderatoren sollte soweit ausgebildet sein, das sie auch in “Extremsituation” die Fassung behalten sollten… solch Eskapaden sind da eher das untere Ende der Fahnenstange!

Frau Müller-Hohenstein sollte gut daran tun, sich öffentlich zu entschuldigen und auch gerade aus Rücksicht auf die Millionen Toten währrend und nach dem zweiten Weltkrieg einen Rücktritt ernsthaft in Erwägung ziehen.

Egal, wie das Ganze gemeint war… Es ist und bleibt bei dem Gesagtem. Und egal wie herum man es dreht: So kann nur eine Karriereende im Deutschen Fernsehn aussehen. Danke Frau Müller-Hohenstein, die Inkompetenz hatte Ihnen zuvor auch niemand abgesprochen. Egal, ob zum Sport und Fußball oder wie jetzt bewiesen zum Geschichtlichen Grundverständnis.

Bleibt am Ende für Sie zu hoffen, dass vll. doch ein paar mehr Menschen auf Toilette zu diesem Zeitpunkt waren.

PS:
Hier ein Video in minderer Qualität aber immerhin deutlich hörbar.

SPD-NAZIFREI-300x225 in Als ich am 1.Mai gerade von der Gegendemo zur Nazi-500-Meter-Spaziergang-Demo kam, meldete sich Wally44 bei mir und schlug mir vor, an einer Veranstaltung zum Thema NPD teilzunehmen.

Die Entscheidung fiel nicht schwer und ich sagte promt zu. Gerade wenn es gegen die Braunen geht, halte ich es nach wie vor für wichtig und richtig den Mund aufzumachen und seine Meinung kundzutun.

Der nun vorliegende Artikel, soll euch kurz informieren wie die Veranstaltung verlief und welche Informationen zur NPD in der BVV und Rechtsextremen im Bezirk Lichtenberg bekannt gegeben wurden.

Die Veranstaltung wurde von der SPD BVV-Fraktion organisiert, richtete sich aber auch an alle anderen Interessierten, was sich auch darin äußerte, das verschiedene Vereine, Organisationen oder auch die Grünen vorbei schauten.

Passend zum Gebähren der Neonazis lautete der Name der Veranstaltung “Wölfe im Schafspelz”. Hierbei wird natürlich auf ihr augenscheinliches bürgerliches und soziales Arangement angespielt, welches jedoch mit jeder denkbaren Art Nationalismus und Faschidiotie überfrachtet ist.

Zu Beginn wurde noch einmal das Wahlergebnis der NPD zur BVV Wahl im Jahr 2006 festgehalten. Hierbei wählten knapp 6% aller Wahlberechtigten im Bezirk die NPD in die Bezirksverordnetenversammlung, das entspricht 5.935 Stimmen.

Wichtig zu erfahren war hier, wie mit dem Umgang mit der NPD von statten geht und wie sich die restlichen Demokratischen Parteien zur Vorgehensweise und dem Auftreten gegenüber den Nazis geeinigt und verabredet haben. Das ist wichtig, da die Neonazis bereits in verschiedenen Einrichtungen gezeigt hatten, das sie durch ihre provokanten Äußerungen die demokratischen Parteien schnell gegeneinander auszuspielen versucht haben.

Die NPD und ihre Gesinnungsgenossen treten in den Versammlungen unverholen und unverdeckt als Neonazis auf. Dabei fällt immer wieder auf, das sie allerhand Anträge stellen und immer wieder versuchen durch öffentliche Anfragen das demokratische Gebilde zu stören.

Trotz alledem sind die 90 Anträge [Überwachung von sex. Straftätern oder getrennte Schulen für Deutsche und Ausländer etc.] und ihre 40 Anfragen [Themen Sauberkeit und Ordnung] eher im Unteren Niveau (Anzahlmäßig) anzusiedeln. Auch die Intention der genannten Anträge und Anfragen ist klar nationalistisch und fremdenfeindlich.

Dass das Bezirksamt seiner gesetzlichen Auskunftspflicht bei entsprechenden Anfragen nachkommt, diese aber in angemessener Knappheit beantwortet ist ein entscheidener Punkt der NPD eben ihre Grenzen auf zu zeigen.

Interessant und vll. auch erschreckend zu erfahren, das die Neonazis inzwischen viele Strategien auffahren um ihr Gefolge zu rekrutieren! Dabei sind Hausaufgabenhilfe und angebliche zivilgesellschaftliche Engagements nur einer der Methoden der Mitgliedergewinnung.

Dagegen gibt es einen Lokalen Aktionsplan, welcher vorsieht immer wieder Projekte für Demokratisierung vorran zu treiben. Dabei wurden inzwischen 55 Projekte mit je 5000€ unterstützt und viele weitere kleinere Vereine und Organisationen bedacht. So sind in diesen Jahren etwa 120 Projekte aktiv unterstützt worden.

Und dennoch setzt hier auch die Kritik einer Diskussionsteilnehmerin an. Frau Preusner vom pad. e.V.  Lichtblicke bemerkte ganz richtig, dass die Mitgestaltung von Politik und das Verständnis selbiger für die Jugendlichen eine bessere Integration und Fürsorge entsprechen würde. Das Gefühl vom “nicht beteiligt sein” und das Falschverstanden werden, sind eben immer noch die Hauptgründe und vor allem die Argumente der Neonazis, um unaufgeklärte Jugendliche zu rekrutieren.

Weiterhin müssen eventuelle Totalausfälle in der Schule sofort erkannt werden um das Bewusstsein für Rückhalt und Hilfestellungen zu stärken. Dem ist nichts entgegen zu setzen!

Wenn hier die Politik nicht handelt und weiterhin die Mittel für Jugendclubs und Lösungen zum Thema streicht, wird die NPD und die Kameradschaften ein leichtes Spiel haben, ihren Nachwuchs zu gewinnen.

Und genau hier schloß auch meine gestellte Frage an, welche ich dem Podium am Mikrofon stellte.

Ist bekannt, ob die die Bestrebungen der NPD und Kameradschaften, ein eigenständiges nationales Jugendzentrum zu errichten, weiter von diesen verfolgt werden? Weitere Frage hierzu, welche Mittel gibt es für uns Bürger und sie als Parteien, gegen ein sogenannten “Club im Schafspelz” vorzugehen bzw. solch ein Jugendhaus zu verhindern?!

Die Antwort hierzu lässt sich so zusammenfassen:

Ja, es gibt weitere Bestrebungen der NPD und Kameradschaften ein solches “nationales Jugendhaus” zu errichten. Dabei versucht die NPD Fraktion in der BVV Lichtenberg immer wieder diverse Anträge zu stellen.

Momentan nutzt die NPD ihre Parteibundeszentrale und die Gaststätte “Zum Henker” als Ort ihrer Jugendveranstaltungen.

Die demokratischen Parteien, lehnen wie erwartet die Anträge auf ein solches Zentrum einstimmig ab und lassen keine Mittelfreistellung zu. Die Anträge scheitern also erfreulicher Weise immer wieder mit 3 Für-Stimmen (NPD).

Die Frage, wie man sich dagegen wehren könne, wird mit verschiedenen Lösungen aufgezeigt. Beschwerden über diese Treffpunkte kann man direkt beim Vermieter aufgeben, das Gewerbeamt beauftragen [Arbeitsschutz, Strataten, Hygene etc.] oder eben demokratische Mittel wie Bürgerbegehren einleiten.

Sollte sich die NPD also entschließen einen Jugendclub zu öffnen, so geschiet das auf privaten Weg und nicht durch Unterstützung des Bezirks.

Zum Schluss sei noch erwähnt… viele kluge Kommentare gab es auch.

So wurde von einem Herrn älteren Jahrgangs erwähnt, das selbst im Internet viel mehr getan werden müsse, um den Rechten das Leben zu erschweren. Das Problem ist halt, das wir dann wieder zur Debatte rund um Zensur und Co. kommen würden. Weiteres Problem: Die Server der Neonazis und Rechtsextremen stehen meistens im Ausland [hier: USA] und sind so schwer zu erreichen.

Die Feststellung das “Braune Eltern, keine Bunten Kinder zeugen”, verdeutlichte auf seine Art, das wir hier wirklich dafür sorgen müssen, das auch Kinder mit nationalsozialistischen Erziehungshintergrund unbedingt gefördert und nicht als verloren gekennzeichnet werden dürfen.

Und das auf ein Mitglied der BVV- SPD Fraktion (Ole Kreins) mit dem Satz “Ordnungsgeld kann einmal ertragen werden, wenn wir es schaffen können der NPD Einhalt zu gebieten”, mit regen Beifall geantwortet wird, ist für mich um so mehr erfreulich, ist es doch ein Fingerzeig auf die aktuelle Debatte, welche auch von der Springerpresse bedient wird, das Herr Thierse hier angeblich “extrem falsch” gehandelt hat.

Genau dieses Engagement verlange ich nämlich tatsächlich von jeden Demokratisch denkenden Menschen und hoffe das die Veranstaltung nicht nur ein Brainstorming war, sondern auch die Worte zu Taten und Handeln ermuntern.

GEGEN RECHTSEXTREMISMUS UND FREMDENHASS.

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